Der Über­tritt des FDP-Stad­trates Hans-Peter Lohse verdeut­licht zweier­lei: Ein­mal zeigt er das ver­heerende Aus­maß der in Chem­nitz betriebe­nen Wäh­lertäuschung. Lohse wurde zur Stad­tratswahl 2009 als Parteilos­er auf der Liste der Wäh­lervere­ini­gung PERSPEKTIVE in den Stad­trats gewählt und trat kurz darauf der FDP-Frak­tion bei. Beze­ich­nend dabei: Die PERSPEKTIVE war eher mitte-links aus­gerichtet und erfährt bis heute rege Unter­stützung aus den Rei­hen der Gew­erkschaften. Ein Pro­fil also, daß sich mit dem der FDP nicht unbe­d­ingt ver­tra­gen dürfte.

Nach dem ange­blichen Skan­dal um die Wahl zum Auf­sicht­srat der eins energie wurde er nun in der CDU mit offe­nen Armen emp­fan­gen. Das zeigt zweit­ens, wie kon­tur­los diese Frak­tion mit­tler­weile gewor­den ist.

Nach­dem der FDP-Stad­trat Schmal­fuß wom­öglich mit Stim­men der Rats­frak­tion PRO CHEMNITZ in den Auf­sicht­srat der eins energie gewählt wurde und sein Auf­sicht­srats­man­dat den­noch behielt, hat­te Lohse seine Frak­tion aus Protest ver­lassen.

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