Nach vielfälti­gen inter­nen Absprachen tritt die Rats­frak­tion PRO CHEMNITZ am Mon­tag offiziell der CDU-Rats­frak­tion bei. Auss­chlaggebend für den Über­tritt ist vor allem das neue Parteipro­fil der Christ­demokrat­en. Damit wird die CDU-Rats­frak­tion die mit Abstand stärk­ste Frak­tion im Chem­nitzer Stad­trat.

„Wir hät­ten diesen Schritt schon viel früher gehen sollen“, unter­strich der Noch-Frak­tions-vor­sitzende Mar­tin Kohlmann gestern im Rah­men ein­er öffentlichen Ver­anstal­tung der Bürg­er­be­we­gung PRO CHEMNITZ und fügte hinzu: „Der Über­tritt von Ex-FDP-Stad­trat Lohse zur CDU hätte uns schon damals zu denken geben müssen. Aber bess­er spät übertreten, als nie.“ Diese Mei­n­ung wurde von seinen Frak­tion­skol­le­gen Ziems und Jahn eben­so bekräftigt.

Als Gründe führte Kohlmann vor allem die inhaltliche Neuaus­rich­tung der Bun­des-CDU an. Beson­ders nach dem AKW-Mora­to­ri­um und den bei­den Land­tagswahlen am ver­gan­genen Woch­enende strebt die Partei nun einen zum Teil kon­ser­v­a­tiv­eren, zum Teil ökol­o­gis­cheren Kurs an. „Diese Verän­derun­gen entsprechen mehrheitlich unseren poli­tis­chen Auf­fas­sun­gen, die weni­gen noch offe­nen Punk­te sind Ver­hand­lungs­masse“, führte Kohlmann aus und nahm vor­weg, daß die ab Mon­tag um drei Stadträte stärkere CDU-Rats­frak­tion nun vor einem grundle­gen­den Pro­fil­wech­sel ste­ht.