„Save me — Chem­nitz sagt ja zur Auf­nahme von Flüchtlin­gen“ ist der Titel eines Antrages von Grü­nen, Linken und SPD zur Sitzung des Stad­trates am 30.01.2013. Darin wird gefordert, daß Chem­nitz sich bere­it erk­lären solle, Flüchtlinge aus dem „Resettlement“-Programm (deutsch: Umsied­lung!) der UN aufzunehmen.

Derzeit bet­rifft dieses Pro­gramm in Deutsch­land chaldäis­che Chris­ten aus dem Irak*. Dieser Bevölkerungs­gruppe muß man nun in der Tat ein hohes Maß an Inte­gra­tionswillen und meist gute Aus­bil­dung bescheini­gen. Fol­glich verur­sachen sie in Deutsch­land so gut wie keine Prob­leme — im Gegen­satz zu anderen Bevölkerungs­grup­pen, die eben nicht inte­grier­bar sind.

Doch brauchen die irakischen Chris­ten den Beschluß des Chem­nitzer Stad­trates? Nein. Im Rah­men des gel­tenden deutschen Asyl­rechts wer­den sie ohne­hin zu Recht aufgenom­men und dem UN-Umsied­lung­spro­gramm fol­gt die Bun­desregierung auch ohne den Chem­nitzer Stad­trat. Durch den kom­plett inhaltleeren Stad­trats­beschluß wird also nicht einem einzi­gen Flüchtling geholfen.

Grund für den Antrag ist lediglich die Pro­fil­ierungssucht der linken Stad­trat­shälfte, allen voran natür­lich der SED-Parteis­chul-Lehrerin Zais, heute Grüne. Selb­st­darstel­lung auf Kosten von Flüchtlin­gen – ganz schön eklig, Frau Zais!

PRO-CHEM­NITZ-Frak­tion­schef Kohlmann warnte zudem vor ein­er möglichen späteren Ausweitung des Pro­gramms. „Im Moment sind es irakische Chris­ten, deren Auf­nahme kein Prob­lem darstellt. Doch bald schon kön­nten es beispiel­sweise Flüchtlinge aus Darfour/Sudan sein.“ Afrikanis­che Dorf­be­wohn­er, die im Leben noch keine größere Stadt gese­hen haben, seien in den ähn­lich struk­turi­erten Nach­bar­län­dern erhe­blich bess­er aufge­hoben, als in deutschen Großstädten. Oder wür­den wir uns mit dem Leben in afrikanis­chen Dör­fern zurechtfind­en?

* Unter Sad­dam Hus­sein war der Irak neben Syrien das einzige mehrheitlich islamis­che Land, in dem Chris­ten nahezu gle­ich­berechtigt waren. Nach der „Befreiung“ durch unsere selb­st­losen amerikanis­chen Ver­bün­de­ten sieht das nun ganz anders aus: Chris­ten wer­den von islamis­chen Ter­ror­is­ten oft gnaden­los gejagt, Kirchen gesprengt, ganze Vier­tel zer­stört. Tausende fliehen. Nun sind islamis­che Extrem­is­ten auch in Syrien drauf und dran, ähn­liche Zustände her­beizuführen – mit Unter­stützung der Bun­desregierung!